Die ersten Almen in Tirol gab es schon Ende der Steinzeit. Bereits vor über 6000 Jahren bewirtschaftten Bauern in Tirol Steilhänge und Hochplateaus. Die Kulturlandschaft der Almen, wie wir sie heute kennen musste jedoch erst von Menschenhand errichtet werden, da das Gebirge bis zu einer Höhe von 1800 m bewaldet ist. Almen dienten damals genauso wie heute als günstige Futterquelle für das Vieh.
Im Mittelalter erlebten die Almen dann ihre Blütezeit. Die stetig wachsende Bevölkerung wurde mit Milch, Fleisch, Wolle und Leder von den Almen versorgt.
Die Industrialisierung der Landwirtschaft im 19. Jahrhundert führte die Almwirtschaft in eine Existenzkrise. Da Almwirtschaft enormen körperlichen Kräfteeinsatz verlangt war diese Bewirtschaftungsform unrentabel geworden. Die Bewirtschaftung der Almen ist sehr arbeits- und kostenintensiv. Die Bewirtschaftung der Almen konnte nur durch staatliche Unterstützung und Förderung gewährleistet werden. Nach krisenhaften Jahrzehnten kam es in den 80gern langsam zu einem Umdenken. Neben der Futterquelle für das Vieh wurden weitere Vorteile bewirtschafteter Almen erkannt. Von Menschen und Vieh geschaffene Almen sind Heimat vieler seltener Pflanzen. Inzwischen werden naturnahe Produkte wieder viel mehr geschätzt.